DAU Flintbek

Barrierefreies Bad Senioren Kiel – Sicher & modern

Inhalt

Warum ein barrierefreies Bad in Kiel wichtig ist

Die demografische Entwicklung in Deutschland führt dazu, dass immer mehr Menschen auch im fortgeschrittenen Alter in den eigenen vier Wänden wohnen möchten. Gleichzeitig wird im Norden viel in Altbauten gelebt, deren Badezimmer oft klein und nicht auf die Bedürfnisse älterer oder eingeschränkter Nutzer ausgelegt sind. Ein barrierefreies Bad ermöglicht eine komfortable und sichere Nutzung und steigert zudem den Wert der Immobilie. Als regionaler Meisterbetrieb mit Sitz in Flintbek bei Kiel wissen wir aus Erfahrung, dass Hausbesitzer in Schleswig‑Holstein beim Umbau häufig unsicher sind: Wann lohnt sich ein Umbau? Welche Normen gelten? Gibt es Förderungen? In diesem Ratgeber klären wir diese Fragen, erläutern Schritt für Schritt die Planung und zeigen, warum ein sorgfältig geplanter Badumbau in Kiel und Umgebung ein sinnvolles Investment ist.

Barrierefrei, altersgerecht oder rollstuhlgerecht – Begriffe und Normen

In der öffentlichen Diskussion werden die Begriffe barrierefrei, altersgerecht und rollstuhlgerecht oft synonym verwendet, obwohl sie unterschiedliche Anforderungen beschreiben. Barrierefreie Bäder sollen ohne fremde Hilfe zugänglich sein und richten sich an eine breite Zielgruppe. Rollstuhlgerechte Bäder erfüllen strenge Vorgaben und müssen einen Wendekreis von 150 cm sowie einen unterfahrbaren Waschtisch bieten. Altersgerechte Umbauten reduzieren Barrieren, ohne alle DIN‑Vorgaben zu erfüllen, und sind meist für Senioren ausreichend.

Die wichtigsten Maßvorgaben liefert die DIN 18040‑2 für barrierefreies Bauen. Sie definiert Mindestbewegungsflächen von 120 × 120 cm vor Sanitärobjekten und fordert eine bodenebene Dusche mit maximal 2 cm Höhenunterschied. Für rollstuhlgerechte Bäder gilt ein Bewegungsradius von 150 × 150 cm, ein Mindestabstand von 20 cm zwischen WC und Wand und eine WC‑Sitzhöhe von 46–48 cm. Auch die Unterfahrbarkeit des Waschtisches (Tiefe ≥ 55 cm, Höhe max. 80 cm) und die Position von Armaturen (max. 40 cm Abstand zum Rand) sind geregelt. Diese Richtwerte dienen als Orientierung für private Bauherren; sie sind nur bei öffentlich geförderten Neubauten verbindlich.

Vorteile eines barrierefreien Bades

Ein Umbau hat viele Vorteile – Sicherheit, Selbstständigkeit und Komfort sind die wichtigsten. Bodengleiche Duschen und rutschhemmende Bodenbeläge verhindern Stürze, Stützgriffe erleichtern das Aufstehen, und ein unterfahrbarer Waschtisch ermöglicht die Nutzung im Sitzen. Gute Beleuchtung und kontrastreiche Oberflächen verbessern die Orientierung. Ein barrierefreier Badumbau ist nicht nur für Senioren relevant: Familien mit kleinen Kindern profitieren von schwellenlosen Übergängen; Menschen mit temporären Einschränkungen (etwa nach einer Operation) gewinnen an Autonomie. Laut Branchenratgeber steigert ein barrierefreies Bad den Immobilienwert um fünf bis zehn Prozent, weil sich die Zielgruppe vergrößert und Vermieter höhere Mieten durchsetzen können.

Wertsteigerung und Energieeffizienz

Neben der gesteigerten Lebensqualität erhöht ein modernes Bad die Attraktivität des Hauses. Hochwertige Armaturen, effiziente Warmwasseraufbereitung und moderne Heiztechnik reduzieren den Energieverbrauch. Für umweltbewusste Bauherren lassen sich Badumbau und regenerative Energiegewinnung kombinieren, etwa durch den Austausch des alten Heizkessels gegen eine Wärmepumpe oder den Einsatz einer Solarthermie‑Anlage. So kann das Bad mit erneuerbarem Strom beheizt werden, was zu niedrigeren Betriebskosten führt. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite Wärmepumpe oder Heizung.

Normative Anforderungen im Detail

Bewegungsflächen und Türen

Die DIN 18040‑2 verlangt Bewegungsflächen von mindestens 120 × 120 cm vor WC, Dusche, Badewanne und Waschtisch. Für rollstuhlgerechte Bäder sind 150 × 150 cm nötig. Die Türbreite sollte mindestens 80 cm, besser 90 cm betragen und nach außen oder als Schiebetür öffnen. Schwellen sind zu vermeiden oder mit Rampen auszugleichen; bei unvermeidlichen Höhenunterschieden beträgt das Gefälle maximal 2 %.

Dusche

Die Dusche muss bodengleich sein und darf höchstens 2 cm tiefer als der angrenzende Boden liegen. Rutschhemmende Beläge mit Bewertungsgruppe B sind vorgeschrieben. Für rollstuhlgerechte Duschen sieht die Norm einen Duschsitz in 46–48 cm Höhe und beidseitige Stützgriffe vor; die Armatur muss in Sitzposition auf 85 cm Höhe erreichbar sein. Eine bodenebene Dusche bietet nicht nur Sicherheit, sondern wirkt auch modern und großzügig.

Waschbecken und Armaturen

Der Waschtisch muss so gestaltet sein, dass er im Sitzen nutzbar ist: Vorderkantenhöhe maximal 80 cm, Unterfahrbarkeit mind. 55 cm tief, Armaturen höchstens 40 cm vom Rand entfernt. Stützgriffe sollten 28 cm über der Sitzhöhe angebracht sein. Spiegel sollten mindestens 100 cm hoch und über dem Waschbecken montiert werden, damit sie im Sitzen und Stehen genutzt werden können. Leicht bedienbare Einhebelmischer mit Temperaturbegrenzung (max. 45 °C) verhindern Verbrühungen und sind für sehbehinderte Menschen besser geeignet.

WC

Das WC muss eine Sitzhöhe von 46–48 cm haben. Beidseitig sind klappbare Stützgriffe anzubringen; diese ragen 15 cm über die Vorderkante hinaus und liegen 28 cm über der Sitzhöhe. Eine Rückenstütze ist erforderlich, und die Spülung muss bequem erreichbar sein. Die Bewegungsflächen neben dem WC betragen mindestens 90 cm auf der Zugangsseite und 30 cm auf der anderen Seite. Diese Maße erleichtern das Umsetzen vom Rollstuhl und bieten Platz für Pflegepersonen.

Ebenerdige Dusche: Varianten und Voraussetzungen

Eine ebenerdige Dusche ist das Herzstück eines barrierefreien Badezimmers. Sie erspart hohe Einstiege, erleichtert die Reinigung und lässt den Raum größer wirken. Doch nicht in jedem Gebäude lässt sich eine bodengleiche Lösung umsetzen. Fachbetriebe prüfen bei einem Vor‑Ort‑Termin, ob genügend Aufbauhöhe für den Ablauf vorhanden ist und ob die Abwasserleitung günstig liegt. Ist der Bodenaufbau zu flach oder das Gefälle nicht realisierbar, kommen flache Duschwannen oder Pumpsysteme zum Einsatz.

Maße und Gestaltung

Die DIN 18040‑2 empfiehlt für barrierefreie Duschen eine Bewegungsfläche von 120 × 120 cm. Für rollstuhlgerechte Duschen sind 150 × 150 cm erforderlich. Wichtig ist eine rutschhemmende Oberfläche; bodengleiche Duschtassen aus Mineralguss, Acryl oder geflieste Flächen mit Dichtsystemen erfüllen diese Vorgaben. Haltegriffe in senkrechter und waagerechter Position sollten in 85 cm Höhe montiert werden. Eine Duschsitzmöglichkeit – als klappbarer Wandsitz oder mobiler Stuhl – erhöht den Komfort und kann nachgerüstet werden.

Kosten für eine ebenerdige Dusche

Die Kosten für den Umbau einer begehbaren Dusche hängen von den baulichen Gegebenheiten und der Ausstattung ab. Laut Fachportal pflege.de sollte man für eine bodengleiche Dusche inklusive Rückbau und Fliesenarbeiten mit 5.000 bis 8.000 Euro rechnen. Ein Wanne‑zu‑Dusche‑System, bei dem eine Badewanne durch eine Dusche ersetzt wird, kostet meist 4.000 bis 6.000 Euro. Diese Werte dienen als grobe Orientierung; individuelle Angebote können je nach Materialwahl, Ablauftechnik oder Zusatzausstattung erheblich abweichen. Unser Meisterbetrieb in Flintbek erstellt nach einer Besichtigung eine transparente Kalkulation – Pauschalpreise gibt es bei uns nicht.

Altersgerechter Badumbau: Teilumbau oder Komplettsanierung?

Beim altersgerechten Umbau stehen oft zwei Varianten zur Wahl: Teilumbau oder Komplettsanierung. Ein Teilumbau konzentriert sich auf einzelne Maßnahmen wie den Austausch der Wanne gegen eine Dusche, den Einbau eines erhöhten WCs oder den Einbau von Haltegriffen. Laut Ratgeber beginnen Teilumbauten bei etwa 3.000 Euro, während eine Komplettsanierung nach DIN 18040‑2 zwischen 12.000 und 25.000 Euro kosten kann. Die Entscheidung hängt von den räumlichen Voraussetzungen, dem Budget und den Zukunftsplänen ab.

Typische Teilmaßnahmen

  • Bodengleiche Dusche: Größter Nutzen und erster Schritt bei vielen Umbauten; lässt sich später erweitern.
  • Erhöhtes WC: Erleichtert das Aufstehen; Stützgriffe sorgen für Sicherheit.
  • Unterfahrbarer Waschtisch: Bietet Sitz‑ und Stehplatz; mit isoliertem Siphon gegen Verbrennungen.
  • Haltegriffe und rutschfeste Böden: Wichtige Sicherheitsmerkmale.
  • Kontrastreiche Gestaltung: Helle Wände und dunkler Boden helfen sehbehinderten Menschen bei der Orientierung.

Komplettsanierung

Eine Komplettsanierung umfasst alle Sanitärbereiche, Elektroinstallation, Heizung, Lüftung und eine neue Raumaufteilung. Hierbei können auch die Wasser- und Abwasserleitungen erneuert, Wände versetzt und Türen verbreitert werden. Moderne 3D‑Planungen geben einen realistischen Eindruck vom späteren Bad. Die Bauzeit beträgt zwei bis vier Wochen; bei umfangreichen Projekten kann es länger dauern. Eine komplette Sanierung erhöht die Zukunftssicherheit und ermöglicht es, das Bad exakt nach DIN 18040‑2 zu gestalten.

Fördermöglichkeiten 2025/2026

KfW‑Kredit 159

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet den Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ an. Dieser richtet sich an Eigentümerinnen und Eigentümer, die Barrieren reduzieren oder den Einbruchschutz verbessern möchten, unabhängig vom Alter. Der Kredit umfasst bis zu 50.000 Euro zu attraktiven Konditionen. Gefördert werden zahlreiche Maßnahmen, darunter die bodengleiche Dusche, das Versetzen von Wänden, die Verbreiterung von Türen sowie die Modernisierung von Sanitäranlagen. Anträge müssen über eine Bank oder Sparkasse vor Beginn des Vorhabens gestellt werden. Es besteht kein Rechtsanspruch; die Bewilligung hängt von verfügbaren Haushaltsmitteln ab. Informationen und Antragsformulare finden Sie im KfW‑Serviceportal.

KfW‑Zuschuss 455‑B

Der Investitionszuschuss 455‑B wurde 2025 eingestellt. Laut KfW wird die Antragstellung voraussichtlich ab Frühjahr 2026 wieder möglich sein. Die Fördervoraussetzungen und Konditionen sollen unverändert bleiben. Wichtig ist, dass der Antrag vor Beginn des Vorhabens gestellt wird; als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss von Liefer‑ oder Leistungsverträgen. Wer seinen Umbau schon vorher startet, hat keinen Anspruch auf den Zuschuss. Wir informieren unsere Kunden, sobald das Programm wieder anläuft.

Zuschuss der Pflegekasse

Pflegekassen fördern wohnumfeldverbessernde Maßnahmen für Pflegebedürftige. Zum Umbau einer barrierefreien Dusche oder des gesamten Bades können pro Person bis zu 4.180 Euro gewährt werden. Voraussetzung ist ein anerkannter Pflegegrad (ab Pflegegrad 1), die häusliche Pflege und der Nachweis, dass der Umbau die Pflegesituation verbessert. Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden und erfordert einen Kostenvoranschlag. Die Krankenkasse zahlt lediglich Pflegehilfsmittel wie Duschhocker; bauliche Anpassungen werden ausschließlich über die Pflegekasse bezuschusst.

Regionale Programme und Steuervergünstigungen

Viele Bundesländer und Kommunen vergeben zusätzliche Zuschüsse für altersgerechtes Wohnen. Beispiele sind das BayernLabo‑Programm oder Förderkredite der L‑Bank Baden‑Württemberg. In Schleswig‑Holstein können Kommunen und Landkreise eigene Programme anbieten; eine Recherche beim Wohnungs‑ oder Sozialamt lohnt sich. Darüber hinaus lässt sich ein Teil der Handwerkerleistungen steuerlich absetzen: 20 % der Arbeitskosten (max. 1.200 Euro pro Jahr) nach § 35a Einkommensteuergesetz. Bei Arbeitsunfällen übernehmen Berufsgenossenschaften oder Unfallkassen unter Umständen die Umbaukosten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum barrierefreien Bad in Kiel

Um den Umbau strukturiert anzugehen, empfiehlt sich ein klarer Ablauf. Nutzen Sie diese Checkliste, um nichts zu vergessen:

  1. Bedarfsanalyse: Welche Einschränkungen bestehen heute oder können entstehen? Wird das Bad von mehreren Personen genutzt? Muss die DIN 18040‑2 vollständig erfüllt werden (z. B. bei Vermietung oder Neubau)? Klären Sie Budget und mögliche Fördermittel.
  2. Fachplanung: Beauftragen Sie einen Sanitärfachbetrieb mit Erfahrung im barrierefreien Bauen. Optional können Sie einen Architekten oder Wohnberater hinzuziehen – diese Kosten übernehmen teilweise die Pflegekassen. Lassen Sie eine 3D‑Planung erstellen, um Bewegungsflächen, Greifhöhen und Design zu visualisieren.
  3. Fördermittel beantragen: Stellen Sie Anträge bei der Pflegekasse und – bei größeren Umbauten – über Ihre Hausbank für den KfW‑Kredit 159. Regionale Programme recherchieren und Wartezeiten (zwei bis vier Wochen) einkalkulieren.
  4. Detailplanung & Materialauswahl: Wählen Sie rutschfeste Fliesen (R10/B oder höher), kontrastreiche Farben, Thermostat‑Armaturen (Verbrühschutz bei 38 °C) und blendfreie LED‑Beleuchtung. Planen Sie Wandverstärkungen ein, um Haltegriffe später nachrüsten zu können.
  5. Umbau durchführen: Die Bauzeit liegt bei zwei bis vier Wochen; organisieren Sie ein Ausweich‑WC. Eine regelmäßige Bauabnahme mit Ihrem Fachbetrieb stellt sicher, dass alle Normen eingehalten werden.
  6. Abnahme & Dokumentation: Halten Sie Fotos und Rechnungen bereit; diese werden für die Abrechnung mit der Pflegekasse und für die Steuer benötigt.
  7. Förderung abrufen: Reichen Sie die Unterlagen bei der Pflegekasse ein und geben Sie die Handwerkerkosten in Ihrer Steuererklärung an.

Typische Fehler und wie man sie vermeidet

Auch wenn die Normen klar definiert sind, passieren beim Umbau häufig Fehler. Die sieben häufigsten Planungsfehler sind in einem Ratgeber zusammengefasst:

  1. Zu kleine Dusche: 90 × 90 cm reichen nicht für einen Rollstuhl! Planen Sie mindestens 120 × 120 cm, besser 150 × 150 cm.
  2. Vergessene Bewegungsflächen: Den 150 cm‑Wendekreis vor jedem Sanitärobjekt einplanen – nicht nur in der Raummitte.
  3. Falsch öffnende Tür: Die Badezimmertür muss nach außen öffnen oder als Schiebetür ausgeführt sein, damit bei einem Sturz schnelle Hilfe möglich ist.
  4. Haltegriffe fehlen: Wandverstärkungen (z. B. Multiplexplatten) sollten im Zuge des Umbaus mit eingebaut werden; nachträgliche Installationen sind teurer und weniger stabil.
  5. Nur an heute denken: Auch wenn aktuell keine Einschränkung vorliegt, sollte man vorausschauend planen – zum Beispiel eine Duschsitzmöglichkeit vorsehen.
  6. Zu glatte Fliesen: In Nassbereichen müssen rutschhemmende Beläge mindestens R10, besser R11 erfüllen.
  7. Antrag vergessen: Förderanträge sollten vor dem Umbau gestellt werden; nachträgliche Kostenerstattungen sind möglich, aber deutlich aufwendiger.

Regionale Besonderheiten in Kiel und Schleswig‑Holstein

Altbau, Witterung und Wasserhärte

Der Großraum Kiel ist geprägt von Altbauten aus den 1950er‑ bis 1970er‑Jahren. Diese Häuser haben oft kleine Badezimmer, niedrige Decken und veraltete Installationen. Bei Sanierungen müssen daher häufig Wasser‑ und Abwasserleitungen erneuert, Heizungsrohre angepasst und Trockenbauarbeiten durchgeführt werden. Die Küstennähe bringt eine hohe Luftfeuchtigkeit; daher sollte auf eine gute Lüftung und feuchteresistente Materialien geachtet werden. In Flintbek und Kiel ist das Wasser relativ hart, was bei der Auswahl von Armaturen und Warmwasserbereitern berücksichtigt werden sollte.

Lokale Fachbetriebe und kurze Wege

Regionale Handwerksbetriebe bieten mehrere Vorteile. Laut unserem Unternehmensblog profitieren Kunden in Kiel von kurzen Wegen, persönlichen Ansprechpartnern und Kenntnissen über lokale Bauweisen. Gerade beim barrierefreien Umbau ist es wichtig, dass der Betrieb sich mit den Besonderheiten der Region auskennt – zum Beispiel mit engen Altbauleitungen oder der Anpassung an die Wasserhärte. Zudem bieten wir einen Notdienst, der exklusiv für Bestandskunden verfügbar ist und schnelle Hilfe im Ernstfall garantiert.

Ausstattung: Must‑Have und Komfort‑Upgrade

Gemäß Expertenempfehlung gehören folgende Elemente zur Basisausstattung eines barrierefreien Badezimmers:

  • Bodengleiche Dusche (mind. 120 × 120 cm) mit rutschfester Oberfläche und Duschklappsitz
  • Unterfahrbarer Waschtisch (Oberkante 80 cm, Unterkante 67 cm) und hitzeisolierter Siphon
  • Erhöhtes WC (46–48 cm) mit seitlichen Stützklappgriffen in 85 cm Höhe
  • Rutschfeste Böden (R10/B), am besten matte Feinsteinfliesen
  • Kontrastreiche Gestaltung: helle Wände und dunkler Boden oder umgekehrt

Für mehr Komfort können folgende Optionen ergänzt werden:

  • Sitzbadewanne mit Tür: Ermöglicht weiterhin entspannende Vollbäder
  • Dusch‑WC: Kombiniert Toilette und Bidet; erleichtert die Hygiene
  • Höhenverstellbarer Waschtisch: Besonders flexibel für Rollstuhl und stehende Nutzung
  • Nachtlicht mit Bewegungsmelder: Erhöht die Sicherheit bei nächtlichen Toilettengängen
  • Notruf‑System: Verbindung zu Hausnotruf oder Angehörigen

Checkliste: Was Sie vor dem Umbau beachten sollten

Um Ihnen die Planung zu erleichtern, finden Sie hier eine kompakte Checkliste. Sie fasst die wichtigsten Punkte zusammen, die vor Beginn eines barrierefreien Badumbaus abzuklären sind:

  • Ziele definieren: Geht es um eine DIN‑konforme Sanierung oder eine altersgerechte Anpassung? Benötigen Sie rollstuhlgerechte Ausstattung?
  • Platzbedarf prüfen: Reicht die Grundfläche für 120 cm bzw. 150 cm Bewegungsflächen? Müssen Wände versetzt oder Türen verbreitert werden?
  • Fördermöglichkeiten recherchieren: Pflegekasse, KfW‑Kredit 159, kommunale Programme, Steuervergünstigungen
  • Budget festlegen: Teilumbau ab ~3.000 Euro, Komplettumbau bis 25.000 Euro
  • Fachbetrieb beauftragen: Holen Sie mehrere Angebote ein. Achten Sie auf Referenzen, Meisterqualifikation und Spezialisierung auf barrierefreie Bäder.
  • Zeitplanung: Bauen Sie ausreichend Puffer ein (zwei bis vier Wochen Bauzeit); bedenken Sie, wie Sie währenddessen das Bad nutzen können (z. B. Not‑WC).

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz verbinden

Ein barrierefreies Bad bietet die Chance, das gesamte Haus auf moderne Technik umzustellen. Kombinieren Sie den Umbau mit dem Umstieg auf eine Wärmepumpe, eine Brennstoffzellenheizung oder Solarthermie, um Ihr Warmwasser klimafreundlich zu erzeugen. Moderne Armaturen mit Thermostat reduzieren den Wasserverbrauch und schützen vor Verbrühungen. Durch den Einsatz von LEDs und Bewegungsmeldern sparen Sie Strom und erhöhen die Sicherheit. Auf unserer Seite Regenerative Energien informieren wir darüber, wie Sie Badmodernisierung und Energieeffizienz verbinden können.

Häufige Fragen (FAQ)

Muss ein barrierefreies Bad zwingend die DIN 18040‑2 einhalten?
Für private Eigenheimbesitzer ist die Norm eine Empfehlung. Verbindlich wird sie bei öffentlich geförderten Neubauten oder Mietwohnungen. In der Praxis ist es sinnvoll, sich an die Maßgaben zu orientieren, um Zuschüsse zu erhalten und den Wiederverkaufswert zu steigern.

Ist eine ebenerdige Dusche in jedem Bad möglich?
Nein. Ob eine bodengleiche Lösung umsetzbar ist, hängt von der Aufbauhöhe des Bodens, der Lage des Abflusses und der Raumgröße ab. Fachbetriebe prüfen alternative Lösungen wie flache Duschtassen oder Pumpensysteme.

Wann erhalte ich den KfW‑Zuschuss wieder?
Der Investitionszuschuss 455‑B kann voraussichtlich ab Frühjahr 2026 wieder beantragt werden. Anträge müssen vor Beginn des Vorhabens gestellt werden.

Bekomme ich von der Krankenkasse Zuschüsse?
Die Krankenkasse übernimmt keine baulichen Anpassungen; zuständig ist die Pflegekasse. Sie gewährt bis zu 4.180 Euro Zuschuss pro Person.

Sicher, komfortabel und zukunftssicher wohnen

Ein barrierefreies Badezimmer ist keine „Luxuslösung“, sondern eine Investition in Lebensqualität, Sicherheit und Werterhalt. Durch die Einhaltung der DIN‑Richtlinien, den Einbau einer bodengleichen Dusche, rutschfester Böden, unterfahrbarer Waschtische und stabiler Stützgriffe wird das Bad für alle Generationen nutzbar. Zahlreiche Förderprogramme – von der Pflegekasse über den KfW‑Kredit 159 bis hin zu regionalen Zuschüssen – erleichtern die Finanzierung. Zudem lassen sich Handwerkerkosten von der Steuer absetzen.

Als regionaler Meisterbetrieb aus Flintbek bei Kiel legen wir besonderen Wert auf individuelle Beratung, transparente Kosten und hochwertige Ausführung. Wir kennen die typischen Altbau‑Probleme in Schleswig‑Holstein und passen unsere Lösungen an die baulichen Gegebenheiten sowie Ihre persönlichen Wünsche an.

Wenn Sie darüber nachdenken, Ihr Bad barrierefrei umzubauen, beraten wir Sie gern – unverbindlich und mit viel Erfahrung. Gemeinsam finden wir die beste Lösung für Ihr Zuhause, klären Fördermöglichkeiten und begleiten Sie vom ersten Plan bis zur finalen Übergabe.

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